logo

Blogbeitrag

Bleiben Sie fit und vital:
Gesunde Ernährung für Senioren und Aktivität im Fokus!

Ob in Gesellschaft oder für sich allein, Essen sollte ein Vergnügen sein. Eine genussvolle, ausgewogene und vielfältige Ernährung fördert das Wohlbefinden in allen Lebensphasen. Mit zunehmendem Alter gewinnen bestimmte Themen an Bedeutung. Zum Beispiel ist die Erhaltung von Muskelkraft und Knochengesundheit entscheidend, um mobil und unabhängig zu bleiben. Eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit, Eiweiß, Energie und Vitamin D sowie regelmäßige Bewegung unterstützen dies.

Doch Essen ist nicht nur die Aufnahme von Nahrungsmitteln. Ein schön gedeckter Tisch, ein Tischtuch, frische Blumen oder angenehme Musik schaffen eine einladende Atmosphäre. Essen bedeutet auch, Zeit für sich selbst oder gemeinsam mit Familie, Freunden oder Nachbarn zu verbringen.

Für jeden Anlass wünschen wir Ihnen: Guten Appetit!

10 Tipps für eine ausgewogene Ernährung bei Senioren im fortgeschrittenen Lebensalter

1

Wasser hält fit

Wasser zählt zu den essenziellen Bausteinen für einen gesunden Körper. Unser Körper besteht zu etwa 60 Prozent aus Wasser, wobei das Gehirn sogar bis zu 80 Prozent davon ausmacht. Wasser erfüllt lebenswichtige Funktionen in unseren Zellen und ist für den Organismus unverzichtbar. Täglich verlieren wir durch Stoffwechselprozesse und Verdunstung über die Haut bis zu 2,5 Liter Flüssigkeit. Diese Menge müssen wir unserem Körper täglich zuführen. Etwa die Hälfte davon nehmen wir über unsere Nahrung auf, während wir die restlichen 1,5 Liter trinken müssen, um unseren Flüssigkeitshaushalt aufrechtzuerhalten. Ein Mangel an Flüssigkeitszufuhr macht sich durch Durst bemerkbar. Mit zunehmendem Alter nimmt jedoch das Durstempfinden ab, was mit dem Alterungsprozess der Sinneszellen zusammenhängt. Daher ist es wichtig, die Trinkgewohnheiten bewusst zu überwachen und zu optimieren.

Verleihen Sie Ihrem Wasser mit frischen Früchten und Kräutern eine geschmackliche Note oder genießen Sie ungesüßten Früchtetee als Alternative. Halten Sie sich selbst mit einem großen Glas Wasser in Sichtweite, um sicherzustellen, dass Sie ausreichend trinken und keine Flüssigkeitsaufnahme vergessen.

Ludgeri-Tipp: Führen Sie ein Trinktagebuch

2

Vielfalt für eine ausgewogene Ernährung

Da kein einzelnes Lebensmittel alle erforderlichen Nährstoffe liefert, ist es wichtig, Ihre Ernährung so vielfältig wie möglich zu gestalten. Durch die Variation Ihrer Mahlzeiten können Sie das Risiko einer einseitigen Ernährung bei Senioren und damit eines Nährstoffmangels verringern. Setzen Sie bewusst auf eine größere Auswahl an pflanzlichen Lebensmitteln, die von Natur aus eine höhere Nährstoffdichte aufweisen. Beim nächsten Einkauf sollten Sie daher die Frischeabteilung erkunden und sich bewusst die Vielfalt der dort angebotenen Produkte ansehen. Seien Sie mutig und probieren Sie etwas Neues aus. Nehmen Sie eine Auswahl frischer Gemüsesorten, Kräuter und Gewürze mit nach Hause und zaubern Sie sich etwas Köstliches und Abwechslungsreiches aus der Gemüseküche.

3

Täglich Obst und Gemüse

Auch wenn im Alter der Energiebedarf sinkt, sind Nährstoffe für unseren Organismus unverzichtbar. Daher gewinnt insbesondere der Verzehr von Gemüse für ältere Menschen an Bedeutung. Verschiedene Gemüse- und Obstsorten liefern essenzielle Vitamine, Mineralstoffe sowie zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe, die unsere Zellen schützen, das Immunsystem stärken und sogar bestimmten Krankheiten vorbeugen können. Dies sind überzeugende Gründe, ausreichend Gemüse und Obst in den Speiseplan zu integrieren.

4

Mehr Eiweiß für ein aktives Alter

Eiweiß ist unerlässlich für zahlreiche Funktionen unseres Körpers, darunter Muskeln, Knochen, Bänder, das Immunsystem und Stoffwechselprozesse. Durch eine eiweißreiche Ernährung können Sie altersbedingten Gesundheitsrisiken wie Muskelschwund (Sarkopenie) vorbeugen. Bewegung, insbesondere Krafttraining, in Kombination mit einer angemessenen Eiweißzufuhr in den Mahlzeiten ist entscheidend.

Nicht jedes Eiweiß ist gleich: Während Fleisch, Fisch, Eier und Milch lange Zeit als Hauptproteinquellen bekannt waren, bieten auch pflanzliche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Süßlupinen), Tofu, Nüsse und Sonnenblumen-Aufstriche eine gute Eiweißquelle.

Da im Alter der Konsum tierischer Produkte eher begrenzt sein sollte, sollten Sie pflanzliche Proteine verstärkt in Ihren Speiseplan einbeziehen.

5

Wichtige Vitamine und Spurenelemente sind auch bei der Ernährung bei Senioren nicht außer Acht zu lassen

Bei einigen Vitaminen und Spurenelementen besteht bei älteren Menschen häufig ein Mangel. Besonders wichtig sind Vitamin D, Folsäure und Jod.

Vitamin D spielt eine entscheidende Rolle für verschiedene Funktionen unseres Körpers. Es unterstützt die Aufnahme von Kalzium im Magen und trägt in Zusammenarbeit mit Kalzium und Vitamin K zur Stärkung der Knochen bei. Darüber hinaus ist es essenziell für die Gesundheit von Organen, das Immunsystem sowie für Muskeln, Nerven und das Gehirn. Normalerweise produziert der Körper Vitamin D mithilfe von Sonnenlicht auf der Haut. Mit zunehmendem Alter nimmt jedoch die Fähigkeit des Körpers zur Vitamin-D-Produktion ab, weshalb eine bewusste Zufuhr über die Ernährung empfohlen wird. Lebensmittel wie Leber, Eigelb und fettiger Fisch wie Makrele, Hering oder Lachs sind gute Quellen für Vitamin D.

Folsäure, ein B Vitamin, spielt bereits während der Schwangerschaft eine wichtige Rolle für die Gesundheit des Fötus. Es unterstützt die Zellteilung, beugt Blutarmut vor und wirkt präventiv gegen psychische und altersbedingte Krankheiten. Ein Mangel kann durch unzureichende Ernährung, Alkoholmissbrauch, Verdauungsstörungen, Lebererkrankungen und bestimmte Medikamente verursacht werden. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Vollwertprodukten, insbesondere grünem Gemüse und Vollkornprodukten, trägt dazu bei, dass ausreichend Folsäure aufgenommen wird.

Jod ist ein Mineralstoff, von dem viele Menschen zu wenig aufnehmen. Es ist ein wichtiger Bestandteil der Schilddrüsenfunktion, da ohne Jod die Produktion von Schilddrüsenhormonen beeinträchtigt wird. Diese Hormone regulieren zahlreiche Körperfunktionen und den Stoffwechsel. Durch den Verzehr von Seefisch und die Verwendung von jodiertem Salz beim Kochen kann einem Jodmangel vorgebeugt werden.

Empfehlung: Regelmäßige Blutuntersuchungen können Aufschluss darüber geben, welche Nährstoffe in Ihrem Ernährungsplan berücksichtigt werden sollten.

6

Öle und Fette, ihre Bedeutung für die Ernährung

Fett zählt neben Kohlenhydraten und Eiweiß zu den Hauptenergielieferanten in unserer Ernährung und spielt auch im Alter eine entscheidende Rolle. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, dass Erwachsene bis ins hohe Alter etwa 30 Prozent ihrer täglichen Energiezufuhr aus Fett beziehen. Jedoch ist die Qualität des Fettes entscheidend, denn nicht alle Fette sind gleich. Es kommt auf die Art der enthaltenen Fettsäuren an, die in drei Hauptgruppen unterteilt werden:

1. Gesättigte Fettsäuren finden sich hauptsächlich in tierischen Lebensmitteln wie Butter, Milch, Käse, Fleisch, Wurst, Eigelb, Fisch sowie in fettreichen Süßigkeiten und Kokos- oder Palmfett. Da gesättigte Fettsäuren den Cholesterinspiegel erhöhen können, sollten diese Lebensmittel nur in Maßen verzehrt werden.

2. Einfach ungesättigte Fettsäuren wirken sich hingegen günstig auf den Cholesterinspiegel aus. Daher sollten Olivenöl oder Rapsöl regelmäßig in Ihrer Küche Verwendung finden. Hochwertiges natives Rapsöl, kalt gepresst, hat einen butterähnlichen Geschmack.

3. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind besonders wichtig für die Gesundheit und können das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken, insbesondere Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren. Zwei dieser Fettsäuren sind essenziell und müssen über die Nahrung aufgenommen werden, da der Körper sie nicht selbst herstellen kann. Da die Omega-6-Fettsäuren, insbesondere Linolsäure (LA), in der klassischen deutschen Ernährung meist ausreichend vorhanden sind, ist es ratsam, gezielt mehr Omega-3-Fettsäuren, insbesondere Alpha-Linolensäure (ALA), zu konsumieren. Beste Quellen für Omega-3-Fettsäuren sind ausgewählte Pflanzenöle (Leinöl, Rapsöl, Walnussöl, Hanföl, Sojaöl), Walnüsse und Leinsamen.

7

Kohlenhydrate – häufig unterschätzt

Kohlenhydrate sind die Hauptquelle für schnelle Energieversorgung für unsere Muskel- und Gehirnfunktionen. Die Energie, die sie liefern, ist schneller verfügbar als die von Fetten und Eiweißen, was besonders im Alter wichtig ist, um aktiv zu bleiben. Zudem spielen Kohlenhydrate eine entscheidende Rolle in der Struktur und Funktion unserer Zellen und unterstützen den Verdauungsprozess. Chemisch betrachtet sind Kohlenhydrate Zucker und können in Einfachzucker, Zweifachzucker und Mehrfachzucker unterteilt werden.

Mehrfachzucker (langkettige Kohlenhydrate) sind besonders wertvoll und sollten in Ihrer Ernährung nicht vernachlässigt werden. Sie sorgen für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl und regulieren den Blutzuckerspiegel. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt grundsätzlich, dass mehr als 50 Prozent der Energiezufuhr in Form von Kohlenhydraten erfolgen sollte. Die „guten“ Kohlenhydrate finden Sie vor allem in Vollkornprodukten, Haferflocken, Hülsenfrüchten, Leinsamen, Hanfsamen sowie Mandeln und Buchweizen, die auch wertvolle Ballaststoffe enthalten.

Übrigens: Obwohl ein Verzicht auf Kohlenhydrate nicht lebensbedrohlich ist, beeinflusst ein Mangel unser Wohlbefinden negativ.

8

Schonende Zubereitung von Mahlzeiten

Eine einfache Faustregel für die Zubereitung von Mahlzeiten lautet: Kochen Sie Ihre Lebensmittel so lange wie nötig, aber so kurz wie möglich, und verwenden Sie dabei wenig Wasser und wenig Fett. Beim Braten, Grillen, Backen oder Frittieren ist es wichtig, Verbrennungen von Lebensmitteln zu vermeiden, da verkohlte Stellen gesundheitsschädlich sein können. Durch eine schonende Zubereitung bewahren Sie den natürlichen Geschmack Ihrer Zutaten und schützen gleichzeitig wichtige Nährstoffe.

9

Zucker und Salz in Maßen

Es ist nicht notwendig, Zucker und Salz ganz aus der Ernährung für Senioren zu streichen, aber man sollte sie sparsam verwenden. Besonders beim Salz ist Vorsicht geboten, da verarbeitete Lebensmittel oft hohe Salzmengen enthalten. Experten empfehlen, nicht mehr als 6 Gramm Salz pro Tag zu konsumieren. Ein übermäßiger Natriumkonsum kann Bluthochdruck begünstigen, was wiederum das Risiko für Herzkrankheiten erhöht. Beim Kochen können Sie alternativ auf Kräuter und andere Gewürze zurückgreifen.

Ludgeri-Tipp: Sie können Ihre Empfindlichkeit für Süßes und Salziges trainieren, indem Sie den Einsatz von Zucker und Salz langsam reduzieren. Auf diese Weise gewöhnt sich Ihr Geschmackssinn an eine geringere Menge.

10

Kochen Sie sich gesund und fit

Essen ist nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern auch Lebensqualität. Solange Sie dazu in der Lage sind, sollten Sie sich die Zeit nehmen, Ihre Mahlzeiten selbst zuzubereiten. Betrachten Sie das Kochen als einen bedeutenden und angenehmen Teil Ihres Lebens. Kochen Sie gemeinsam mit Ihrer Familie oder Freunden Ihre Lieblingsgerichte von früher.

Oder wie wäre es mit etwas Neuem? Schon mal was von Bowls gehört? Diese farbenfrohen und angesagten Gerichte, ob süß oder herzhaft, bereiten nicht nur bei der Zubereitung Freude, sondern bringen auch die perfekte Vielfalt an Lebensmitteln auf Ihren Speiseplan, die Sie für eine ausgewogene Ernährung im Alter benötigen.

Ludgeri-Tipp: Führen Sie ein Ernährungstagebuch

Bei allen Herausforderungen rund um die Ernährung bei Senioren empfiehlt es sich, genau hinzuschauen. Ein Ernährungstagebuch kann dabei eine wertvolle Unterstützung sein. Es hilft Ihnen, den Überblick darüber zu behalten, was Sie gegessen und getrunken haben. Auf diese Weise können Sie bestimmte Auffälligkeiten dokumentieren und wichtige Schlussfolgerungen für Ihren Pflegealltag ziehen:

Was wird gerne gegessen oder getrunken? Das können bestimmte Gerichte oder einzelne Lebensmittel und Getränke sein.

Im Alter lässt das Hunger- und Durstempfinden oft nach, was für Angehörige schwierig zu akzeptieren sein kann. Essen sollte jedoch ein Genuss sein und kein Zwang. Daher ist es wichtig, eine gesunde Balance zwischen Ermutigung und Druck zu finden.

Qualitätsmerkmale

Überall zu den Besten gehören

Die hohe Qualität unserer Leistungen – gerade auch in der Tagespflege – wird kontinuierlich von neutralen Instanzen überprüft und bewertet. Diese Prüfergebnisse stellen wir transparent für die Öffentlichkeit bereit und nehmen sie zum Anlass, Verfahren zur Beseitigung von Qualitätsmängeln zu optimieren oder neu zu entwickeln.

Gleichzeitig überprüfen wir die Wirtschaftlichkeit unserer Arbeit, um der Verantwortung gegenüber den Kranken- und Pflegekassen auf hohem Niveau gerecht werden zu können.

Dabei streben wir eine gute Personaldecke und eine Bezahlung nach TVöD aller Mitarbeiter an.